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Ein Mann in weißer Tennisbekleidung steht auf einer Bühne im Freien und spricht in ein Mikrofon. Um ihn herum liegen zahlreiche Tennisbälle, während im Hintergrund zwei Personen unter einem Sonnenschirm sitzen und zuschauen.

LWL-Freie-Szene-Fonds*

Der LWL-Freie-Szene-Fonds ergänzt seit 2025 die Kulturförderung des Landschaftsverbands und richtet sich an professionelle freie Kunstschaffende aller Sparten in Westfalen-Lippe. Unterstützt werden Wiederaufnahmen von bereits gezeigten Projekten an neuen Orten sowie mehrjährige Projekte mit einer maximalen Fördersumme von 15.000 Euro beziehungsweise 20.000 Euro pro Haushaltsjahr. Insgesamt stehen 150.000 Euro jährlich zur Verfügung. Nach erfolgreicher Pilotphase ist die Antragsfrist seit Herbst 2025 der 30. September. Die LWL-Kulturabteilung trifft ihre Förderentscheidung auf Grundlage der Förderrichtlinien und unter Berücksichtigung der Empfehlungen eines externen, interdisziplinären Fachbeirats.

*Seit Mitte 2026 firmiert der Fonds unter dem Namen „LWL-Fonds für Professionelle Künste".

Das erste Förderjahr

Im ersten Förderjahr 2025 konnten elf vielseitige Projekte unterstützt werden: Die Wiederaufnahmeförderung brachte sechs Vorhaben an neue, auch ländlich gelegene Spielorte, darunter „YENGA + Dunstglas“, ein Konzertformat mit Lichtkunst, und „Die Königin der Farben“, ein interdisziplinäres Projekt für Kleinkinder. Die mehrjährige Förderung ging unter anderem an „THE NEW SILICON VALLEY“, eine dystopische Sci-Fi-Produktion der darstellenden Künste zu Bergbau und Digitalisierung, und an die spartenübergreifende „2900 m² Residenz“ im bäuerlichen Kunsthaus Helleweg in Versmold.

Netzwerkarbeit und Kooperationen

Schon in den ersten beiden Antragsrunden stieß der LWL-Freie-Szene-Fonds auf sehr großes Interesse, was sich in überdurchschnittlich hohen Antragszahlen zeigte. Durch die begleitende intensive Netzwerkarbeit und gemeinsame Angebote zur Vernetzung zwischen der Freien Szene und den LWL-Museen werden zudem die Bedürfnisse der Akteur:innen sichtbar und in die zukünftigen Planungen einbezogen.

Wiederaufnahmeförderung

  • äöü (Patricia Bechtold / Johannes Karl) GbR: Geh zur Ruh'. Eine Performance in Anwendungen
  • Performance-Kollektiv Arlt&Johna&Hasenbrink GbR: Das Visionarium – Kreißsaal zukunftsträchtiger Ideen
  • Jan Nikolas Dolle: YENGA & Dunstglas
  • Grüne Neune – Theater für die Allerjüngsten: Die Königin der Farben
  • Gruppe Team Sisyphos: Kritik der Bedürfnisse
  • Queeres Theater Kollektiv: The Unknown Flesh

Mehrjährige Projektförderung

  • DESLOCAR GbR: THE NEW SILICON VALLEY
  • kainkollektiv GbR: C/O BOTOWN – Drei Stadt-Geh-Schichten
  • Kunsthaus Helleweg e.V.: 2900m² Residenz am Kunsthaus Helleweg
  • Stefan Mießeler: Center Court
  • Nona Siepmann: Negotiating Power