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Zwei Hände überreichen eine geometrische Trophäe vor einer Bühne mit dem Schriftzug „Literaturpreis Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis“.

Kulturpreise

Der LWL verleiht zur Würdigung herausragender künstlerischer Leistungen traditionell Preise in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Neue Musik. Mit einer konzeptuellen Neuausrichtung 2022 konnte die Bedeutung und Sichtbarkeit der Preise in der bundesweiten Kulturszene gestärkt werden: Dazu gehören die Erhöhung der Preisgelder auf 35.000 Euro, die Öffnung der Verleihungen als publikumswirksame Veranstaltungen sowie Folgeprogramme in der Region. Zugleich wurde das Portfolio gezielt erweitert: Mit dem LWL-Crossoverpreis und dem LWL-Innovationspreis kamen neue Auszeichnungen hinzu, die aktuelle künstlerische Entwicklungen aufgreifen. Auch der Wissenschaftspreis wurde in diesem Zuge aufgewertet.

LWL-Kunstpreis

Der Konrad-von-Soest-Preis (LWLKunstpreis) ging 2023 an Esra Ersen. Ihre Fotografien, Videos und Installationen wurden in einer begleitenden Ausstellung im LWL-Museum für Kunst und Kultur präsentiert. Laut Fachjury beleuchtet die Künstlerin mit einem präzisen Blick, wie Identitäten geformt werden und Klischees unsere Selbstwahrnehmung beeinflussen.

LWL-Literaturpreis

2024 wurde Anne Weber in Kooperation mit dem Center for Literature auf Burg Hülshoff mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (LWL-Literaturpreis) ausgezeichnet. Die Fachjury hob hervor, dass sich Anne Weber in ihrer Prosa auf unverwechselbare Weise mit europäischer Geschichte auseinandergesetzt und dabei mit jedem ihrer Bücher Neuland betreten habe.

LWL-Musikpreis

Der Hans-Werner-Henze-Preis (LWLMusikpreis) wurde 2025 an Klaus Ospald verliehen. Zur feierlichen Preisverleihung wurde Ospalds Komposition „Epilog – Musik für Orchester" (2024) in Kooperation mit der Philharmonie Südwestfalen im Haus der Musik in Siegen uraufgeführt. Laut Fachjury sind die Werke Ospalds „eigenständig und originell, komplex und anspruchsvoll, eindringlich und expressiv, sinnlich und gelegentlich humorvoll".

Zukünftige Preisvergaben in 2026 & 2027

2026 bzw. 2027 sollen erstmals der LWL-Crossoverpreis für interdisziplinäre Künste und der LWL-Innovationspreis für junge Kunstschaffende verliehen werden.

LWL-Wissenschaftspreis

Ergänzend zu diesen künstlerischen Preisen wird jährlich der Karl-Zuhorn-Preis (LWL-Wissenschaftspreis) vergeben, in den seit 2022 der LWL-Preis für westfälische Landeskunde integriert wurde. Er wird in den Kategorien „Nachwuchsförderung“ und „Ehrenamtliche Forschung“ verliehen und ist seit 2023 mit insgesamt 20.000 Euro dotiert (10.000 Euro je Kategorie).

Preisträger des LWL-Wissenschaftspreis

Seitdem wurde der Preis an folgende Personen verliehen: 2023 wurde der Karl-Zuhorn-Preis auf Vorschlag der Altertumskommission für Westfalen im Bereich „Nachwuchsförderung“ an Dr. Jona Schröder und im Bereich „Ehrenamtliche Forschung“ an Dr. Mathias Austermann vergeben. Auf Vorschlag der Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalen erhielten 2024 Philipp Cirkel (Nachwuchsförderung) und Dr. Ludwig Brandes (Ehrenamtliche Forschung) den Preis. 2025 wurden auf Vorschlag der Kommission für Alltagskulturforschung Julius Virnyi (Nachwuchsförderung) und „Die Nordstadtblogger. Nachrichten aus Dortmund“ (Ehrenamtliche Forschung) mit dem Karl-Zuhorn-Preis ausgezeichnet.